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Vincenz-Chefarzt erneut Top-Mediziner im FOCUS: PD Dr. Heuschen als Experte für Bauchchirurgie bereits zum sechsten Mal in der FOCUS-Bestenliste

Zum sechsten Mal in Folge wird jetzt der Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg, PD Dr. Udo Heuschen, mit dem begehrten Focus-Siegel ausgezeichnet. Die Ausgabe mit dem großen Ärzte-Ranking erscheint am Dienstag, 5. Juni 2018. Gewürdigt wird damit die herausragende Kompetenz im breit gefächerten Spektrum der großen Bauchchirurgie, insbesondere bei der Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Warum dies letztlich ein Qualitätssiegel für die gesamte Klinik ist und was seine Arbeit so besonders macht, darüber sprachen wir aus diesem Anlass mit dem so ausgezeichneten Chirurgen:

Wird im Focus unter den besten Ärzten Deutschlands geführt: PD Dr. Udo A. Heuschen, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Vincenz-Krankenhauses.

Externe Anerkennung für jahrzehntelange Spezialisierung im Bereich der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen: PD Dr. Heuschen, Chefarzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg.

Herausragende Kompetenz im breit gefächerten Spektrum der großen Bauchchirurgie wurde mit dem FOCUS-Siegel ausgezeichnet. So etwas funktioniert nur in enger, gut abgestimmter interdisziplinärer Zusammenarbeit: Explicit geht der Dank des Chirurgen daher nicht nur an sein Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie, sondern insbesondere auch an die Abteilungen Gastroenterologie unter Chefärztin PD Dr. Katrin Neubauer-Saile, der Radiologie unter Chefarzt Dr. Thomas Heß sowie der Hämatologie-Onkologie und dem gesamten Team des Onkologischen Schwerpunkt unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Neuhaus.

Wertet die Focus-Listung als Qualitätssiegel für die gesamte Klinik – sowohl für sein Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie, als auch der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitern der anderen, interdisziplinär vernetzten Bereiche des St. Vincenz: PD Dr. Udo Heuschen.

Herr Dr. Heuschen, die Redaktion des FOCUS zählt Sie schon seit 2012 zu Deutschlands Top-Medizinern – alljährlich werten Sie dies als Auszeichnung für Ihr gesamtes Team bzw. auch das St. Vincenz-Krankenhaus insgesamt – warum?
PD Dr. Heuschen:
Das ist es unbedingt und das gilt es auch jedes Jahr gleichermaßen zu betonen. Zum Einen weil unser Behandlungsspektrum im Bereich der Bauchchirurgie hochspezialisiert und nicht selbstverständlich ist für ein Krankenhaus in einer eher ländlich geprägten Region. Zum Anderen, weil es eines bestens abgestimmten Netzwerks der verschiedensten medizinischen Disziplinen bedarf, damit diese anspruchsvolle Patientenversorgung auch gut gelingen kann.
Welche medizinischen Disziplinen sind in diesem Kontext besonders wichtig?
Da ist prioritär die Zusammenarbeit meiner Chefarztkollegin Frau PD Dr. Neubauer-Seile, mit ihr habe ich eine sehr erfahrene Darm- und Leberspezialistin an meiner Seite. Unsere beiden Abteilungen kooperieren sehr eng und betreuen alle Patienten interdisziplinär. Von dieser Symbiose der chirurgischen und der internistischen Perspektive profitieren eben insbesondere auch Patienten mit komplexeren Krankheitsbildern wie eben CED-Patienten oder auch Krebspatienten.
Ebenso wichtig ist die excellente Zusammenarbeit mit der Radiologie unter Dr. Thomas Heß, dem wir eine excellente präoperative Diagnostik verdanken. Essentiell wichtig ist natürlich auch das qualifizierte und differenzierte Schmerzmanagement, das wir unseren Patienten dank des Akutschmerzdienstes unter PD Dr. Fries anbieten können – erst kürzlich wurde diese Arbeit von TÜV Rheinland erfolgreich rezertifiziert. Nicht zuletzt hat auch die Kompetenz unserer Kollegen des Onkologischen Schwerpunkts unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Neuhaus elementare Bedeutung für unsere Arbeit. Die Zusammenarbeit im sog. Tumorboard, die Vernetzung der verschiedenen Fallmeinungen insbesondere auch mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie (Prof. Martin Anlauf und Dr. Christian Gustmann) vor Ort ist unverzichtbar und ungeheuer wertvoll.
Was ist Ihrer Meinung nach letztlich ausschlaggebend für diese nachhaltige, extern bescheinigte Erfolgsstrecke?
PD Dr. Heuschen: Es ist ein wenig wie beim Reitsport: Nur wenn Pferd und Reiter in gut abgestimmter Partnerschaft und gegenseitig in gutem Gespür füreinander arbeiten, sich über feinste Signale verstehen, kommt man erfolgreich zum Ziel. Das ist harte Arbeit. Auch wir arbeiten hart daran, unsere gemeinschaftliche Expertise zum Wohle des Patienten immer besser und feiner abzustimmen.  Natürlich ist das alles Ausdruck und Ergebnis einer langen (15jährigen) Aufbauarbeit – nicht nur in meiner Abteilung, sondern in allen Bereichen unserer Standorte Limburg, Diez, Hadamar. Auf dem Schafsberg ist mittlerweile eine sehr ideale Konstellation etabliert: hochspezialisierte  Chefarztkollegen, qualifizierte Teams in insgesamt 15 verschiedenen Fachabteilungen, zwei große Intensivstationen mit optimal gebündeltem medizinischen Equipment und das alles im Rahmen eines umfassenden Gesamtkonzepts, welches jetzt auch durch die Vernetzung mit unserem Partnerkrankenhaus in Diez noch breiter aufgestellt werden kann - auch dort mit erfahrenen und versierten Partnern sowohl an der Praxisfront, als auch im klinischen Bereich. Das sind alles in allem sehr ideale Bedingungen.
Also auch ein Dank an das Management, welches die Grundlagen für diese idealen Bedingungen schafft?
PD Dr. Heuschen: Selbstverständlich. Die Vernetzung mit dem Standort Diez, das Ganze nicht nur baulich investiv, sondern auch personell und damit langfristig systematisch anzugehen erfordert harte vorausschauende Managementarbeit - nicht als Sprintrennen, sondern als Marathonlauf.  Insgesamt greifen enorm viele Facetten ineinander, die dann ein Gesamtbild ergeben und es dem Einzelnen ermöglichen, in jeweils seinem speziellen Bereich sein Bestes zu geben. Höchstleistungen gelingen nur, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen. Am St. Vincenz wird von  Management und Verwaltungsrat kontinuierlich an medizintechnischen Updates und Modernisierungen gearbeitet. Demzufolge haben wir in Limburg über die Jahre eine außerordentliche Strukturqualität erarbeitet, Diez wird nach der Generalsanierung nachziehen können. Alles wird nachhaltig weiterentwickelt. So tragen wie bei einem Puzzle viele kleine Details im Laufe der Jahre das ihre für ein gelungenes großes Ganzes bei.
Sie selbst sind Spezialist für eine eher seltenes Krankheitsbild, die Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Morbus Crohn. Wissen denn die Patienten, dass sie im hessischen Limburg eine passende Expertise finden?
PD Dr. Heuschen: Nicht nur das Internet macht es möglich, es spricht sich auch über die Patientenverbände und Selbsthilfegruppen schnell herum, wo man qualifizierte Hilfe bekommt, Excellenz-Cluster zu finden sind. In den meisten Fällen können wir unseren Patienten sehr gut helfen und ihnen wieder eine ganz neue Lebensqualität ermöglichen. Dies nutzen mittlerweile Patienten aus ganz Deutschland. Insbesondere die schweren Fälle kommen zu uns nach Limburg.
Herr Dr. Heuschen, vielen Dank für das Gespräch!

+++ Hintergrund Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) ++++

Schon lange gilt das St. Vincenz-Krankenhaus unter Fachleuten als Zentrum für die Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, insbesondere auch für die sog. Pouch-Operation (Dünndarmreservoir-Plastik als Ersatz für den Enddarm). Das hochmoderne viszeralchirurgische Operationsverfahren ermöglicht Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen auch nach schwerstem Krankheitsverlauf ein so gutes Maß an Lebensqualität, dass sie der von Gesunden entspricht. Bei dem hochkomplizierten Eingriff wird schließmuskelerhaltend und laparoskopisch operiert. Das bedeutet: Auf einen großen Bauchschnitt wird verzichtet. Feinste chirurgische Arbeit mittels laparoskopischer Geräte stehen für einen schonenden Verlauf, schnellere Regeneration und gute Langzeitergebnisse. In einer speziellen CED-Sprechstunde werden Patienten ausführlich und individuell beraten. Die Klinik ist Mitglied im Kompetenznetz Darmerkrankungen, PD Dr. Heuschen ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der DCCV (Deutsche Crohn und Colitis Vereinigung).
Telefon: 06431.292-4401
E-Mail: crohncolitis(at)st-vincenz(dot)de  

+++ Hintergrund FOCUS-Siegel ++++

Bei dem bundesweiten FOCUS-Ranking handelt es sich um Deutschlands größte Ärztebewertung: Die Liste der TOP-Mediziner basiert auf bundesweiten Arzt- und Patientenempfehlungen. Mediziner empfehlen Kollegen aus ihrem jeweiligen Fachbereich. Im Rahmen ausführlicher Interviews befragen Redakteure Experten zu deren fachlicher Kollegeneinschätzung. Zusätzlich wird auch die Einschätzung von Patienten eingeholt. Sowohl sehr detaillierte Angaben etwa zum Behandlungsspektrum, aber auch wissenschaftliche Publikationen fließen zusätzlich in das Ranking ein.