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Erfolgreiches Re-Zertifizierungsaudit: Auditoren loben „engagierte Mitarbeiter mit großen Zielen“

Geschafft! Nach drei intensiven Tagen für alle Beteiligten steht fest: das St. Vincenz-Krankenhaus Limburg hat ohne Abweichung die Re-zertifizierung nach der national und international anerkannten DIN EN ISO 9001:2015 Norm bestanden. Bereits 2018 war das St. Vincenz Limburg als gesamtes Haus nach der damals neuen Norm zertifiziert worden. Mit Ablauf des dreijährigen Zertifizierungszyklus standen nun erneut intensive Prüfungen der verschiedensten Bereiche auf dem Programm. Das Ergebnis der beiden Auditorinnen des TÜV Hessens: die Anforderungen an das QM-System werden im gesamten Haus erfüllt und die Erhaltung des Zertifikats somit empfohlen. Erstmals waren in diesem Jahr auch die BILDUNGSWERKstadt (die Akademie für Gesundheitsfachberufe des St. Vincenz), sowie das neu etablierte Zentrum für Orthopädie und Traumatologie (ZOT) in den Zertifizierungsprozess integriert worden.

Abschlussbesprechung nach drei intensiven Tagen. Die Auditorinnen des TÜV Hessen stellen Vertreter:innen des Krankenhauses und Interessierten ihre Ergebnisse vor.

Im St. Vincenz seien sie durchweg auf engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die wichtige Ziele für die Zukunft hätten, so die beiden Auditorinnen Dr. Elke Hoffmann und Margit Kriegel nach drei Tagen vor Ort. „Eine Einstellung“, betont Krankenhausgeschäftsführer Guido Wernert, „die für eine bestmögliche Patientenversorgung unter immer schwieriger werdenden Bedingungen im deutschen Gesundheitssystem, wie z.B.  durch zunehmende gesetzliche erlösrelevante Restriktionen sowie Schwierigkeiten in der Nachwuchsgewinnung, essenziell wichtig ist.“

Im Rahmen zahlreicher Gespräche mit Ärzten, Pflegekräften, Krankenhausleitung und Abteilungsleitern hatten die erfahrenen Auditorinnen die Klinik genauestens unter die Lupe genommen und die Abläufe des Krankenhauses auf Herz und Nieren geprüft. Dabei beleuchteten sie Strukturen und Prozesse innerhalb des Hauses und informierten sich bis ins Detail direkt vor Ort über die Organisation, Prozessabläufe, Dokumentationen, Dienstpläne und Datenschutz.

Die Klinik schaffe es, sich in einem sich stark verändernden Umfeld immer wieder strategisch neu aufzustellen und sich aktuellen politischen und regionalen Entwicklungen pragmatisch anzupassen, so das Resümee der Prüferinnen. Insbesondere im Bereich Digitalisierung habe die Klinik die Chancen des Krankenhauszukunftsgesetzes genutzt, um sich für die Zukunft optimal aufzustellen. Besonders hervorgehoben wurde in diesem Kontext die routinierte Nutzung der digitalen Patientenakte in den Bereichen, in denen sie bereits eingesetzt wird. Man merke hier, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur offen für Veränderungen seien, sondern diese aktiv lebten und weiterentwickelten.

Positiv hoben die beiden Auditorinnen zudem die Infrastruktur und Prozesse in der Zentrale Notaufnahme hervor, die ihres Gleichen suche: hier sei in allen Ecken und Winkeln ein besonders großer Wille und die Lust der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen, sich stetig weiterzuentwickeln. Auditorin Margit Kriegel sprach von „vielen tollen kleinen Hilfestellungen und super großen Sachen“, mit denen sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig unterstützen, die Arbeit erleichterten und so für eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten sorgten. Beispielhaft hierfür nannte sie Konzepte zur internen Monatsfortbildung, die über das krankenhausweite innerbetriebliche Fortbildungsprogramm hinausgingen. Auch insgesamt wurden die Monatsfortbildungskonzepte (insbesondere im ärztlichen Bereich) positiv bewertet. Weitere Aspekte, die von den beiden Auditorinnen besonders hervorgehoben wurden, waren u.a. die neue Struktur   der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (ehemals Zentralsterilisation), das engagierte Bettenmanagement, durch das Stationen und Notaufnahme entlastet werden, die strukturierten Abläufe im Casemanagement unter Nutzung des QM-Systems, der hohe Ordnungs- und Organisationsgrad in der Physiotherapie sowie die hohe fachliche Kompetenz der Stroke Unit.

Vor allem mit Blick auf die vergangenen herausfordernden Monate bescheinigten die Auditorinnen dem St. Vincenz-Krankenhaus insgesamt eine „hochprofessionelle und organisierte Bewältigung der Corona-Krise“. Dass neben allem Lob auch viele nützliche Hinweise für den klinischen Alltag und einige Details und Vorschläge zu weiteren Verbesserungspotentialen gemacht wurden, entspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck eines Zertifizierungsprozesses, der stetige Optimierung der Behandlungs- und Organisationsabläufe zur Folge haben soll.

Die ISO 9001-Zertifizierung ist national wie international anerkannt und gilt als strukturierter Weg, um Schwerpunkte des Krankenhauses wie Patientensicherheit, Mitarbeiterorientierung, Prozessdenken, Wissen, Wirtschaftlichkeit, Verbesserungsprozesse, Wachstum, Fehlervermeidung sowie Arbeitsschutzmaßnahmen und Gesundheitsförderung nachhaltig abzusichern. Gleichzeitig ist die Qualitätsbestätigung eine Voraussetzung für die spezialisierten Folgezertifizierungen durch die jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften und bildet die Basis für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Qualitätsmanagementsystems.